Der Hase im Reich der Tiere des Dschungels
Es war einmal eine große Dürrezeit im Reich der Tiere des Dschungels. Alle Quellen waren versiegt, alle Bäche und Flüsse trocken. Da versammelten sich die Tiere, um zu beraten, was gegen die Wassernot getan werden könnte. Sie vereinbarten, alle Feindseligkeiten untereinander zu beenden und ein tiefes Wasserloch zu graben, damit sie wieder Wasser hätten. Auch der Hase lebte im Reich der Tiere des Dschungels. Aber er fand es nicht richtig, dass er bei der schweren Arbeit am Wasserloch mithelfen sollte, denn er war bei weitem nicht so groß und kräftig wie die übrigen Tiere.
Als die Tiere erfuhren, dass der Hase nicht mitarbeiten wollte, sagten sie erbarmungslos: "Wenn die Wasserstelle fertig ist, bekommst Du auch kein Wasser." Nach sieben Tagen stießen die Tiere des Dschungels auf eine Wasserquelle, sie freuten sich so sehr, dass sie gleich ein großes Fest feierten. Nur der Hase durfte nicht mit feiern.
Nach ein paar Tagen kam der Hase aus dem Wald, er blieb in einiger Entfernung vor dem Wasserloch stehen, dem neuen Lieblingstreff der Tiere. Er trug eine Trommel und trommelte und sang dazu.
Das klang so:.
„Peh-peh pere-pere peh! Nanima!
Die Tiere sind sich einig geworden
– Pere-pere peh! Nanima! –,
ein Wasserloch zu graben.
Pere-pere peh! Nanima!
Der Hase hat nicht mitgeholfen.
Pere-pere peh! Nanima!“
(Auszug aus einem Märchen aus Westafrika)
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